Natur

BERGE

Das heutige Landschaftsbild des oberen Edertal ist vor allem Rheinischen Schiefergebirge, welches vor rund 60 Mio. Jahren geformt wurde.

Großräumige Bewegungen in der Erdkruste aktivierten 370-300 Mio. Jahre alte Bruchstrukturen in der Erdkruste, so wurden aus ursprünglich horizontal abgelagerten Meeressedimenten Grauwacke und Tonschiefer aufgefaltet. Die tiefen Ederseitentäler sind durch physische und chemische Verwitterung entstanden.

Zwischen Battenberg und Battenfeld befinden sich Schichten einer ca. 250 Mio. Jahre (Perm) alten Meereslagune. Ederabwärts trennt die Stede das Schiefergebirge und den Buntsandstein.

Das Ederbergland und der Landkreis Waldeck Frankenberg liegt im Bereich des Geoparks Grenzwelten, welcher die geologischen und landschaftlich-geschichtlichen Aspekte der Mittelgebirgslandschaft umfasst.

Quelle: Frank Röbert

WÄLDER

Der Klimax der Waldgesellschaft im Ederbergland ist der bodensaure Hainsimsen-Buchenwald. Er gilt als eine der häufigsten und weitverbreitetsten Buchenwaldgesellschaften Europas. Charakteristisch sind bodensaure Sand-, Sandstein- oder Schieferuntergründe, wie sie auch zahlreich im Ederbergland vorkommen. Typisch ist eine artenarme  Waldgesellschaft. Auf die Baumschicht folgt in der Regel direkt eine spärliche Krautschicht am Boden. Heute sind große Teile der ursprünglichen Hainsimsen-Buchenwälder in Fichtenforste umgewandelt, welche zur Industrieholzgewinnung gepflanzt wurden.

GEWÄSSER

Die Eder ist einer der saubersten Flüsse Hessens und beheimatet zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Ihre Quelle liegt im südöstlichen Rothaargebirge in Nordrhein-Westfalen, der größte Teil liegt allerdings in Hessen. Bevor die Eder bei Grifte in die Fulda mündet, fließt sie durch den Edersee. 1914 fertiggestellt ist er heute der zweitgrößte Stausee Deutschlands und mit dem angrenzenden Nationalpark Kellerwald-Edersee nicht nur ein bedeutendes Naherholungsgebiet, sondern auch Weltnaturerbe-Region. In zahlreichen Naturschutzgebieten entlang der Eder herrscht ein hoher Fischreichtum, wie er nur noch selten zu finden ist.

HEIDE

Mit dem Naturschutzgebiet “Battenfelder Driescher” haben wir ein kleines Stück Heidelandschaft direkt vor der Haustür. Bei dem vor allem aus Grauwacke und Tonschiefer bestehenden Bergrücken, handelt es sich um den Rest einer ehemaligen Hutelandschaft. Geprägt wird die Landschaft von zahlreichen Wacholderbeständen, Borstengrasen und der, von Mitte August bis Anfang September blühenden, Zwergstrauchheide. Die nährstoffarmen Böden begünstigen außerdem den Wuchs einer artenreichen Flechten Fauna.

Bis in die 1960er wurde das Areal von Huteschäfern genutzt und 1982 als NSG ausgewiesen. Heute werden gegen die zunehmende Verbuschung wieder Schaf- und Ziegenherden auf die Driescher getrieben und durch regelmäßiges Plaggen der Nährstoffgehalt des Bodens gering gehalten.

Ländlich. Städtisch. Mit der Heimat verwurzelt.

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